Kommunizieren

Hier findet Ihr eine Übersicht über die Hilfsmittel, die wir Piraten nutzen, um Politik zu machen, um uns zu organisieren, auszutauschen usw. – im Internet und im „real life“. Die Seite kann und soll natürlich nur einen Einstieg bieten. Wenn Ihr Fragen zu den Online-Tools habt, wendet Euch an andere Piraten! Wir helfen immer gerne weiter! Eine gute Gelegenheit wäre z.B., einfach einen Piraten-Stammtisch in Eurer Nähe zu besuchen, doch dazu mehr weiter unten auf dieser Seite.

Online: Piratige Kommunikation, Organisation und ihre Hilfsmittel

Die Piratenpartei ist basisdemokratisch. Zwar müssen einige Angelegenheiten wie z.B. Finanzielles vom Vorstand genehmigt werden, thematisch bestimmt aber die Basis, also auch Du. Wir benutzen einige Tools, um zu diskutieren und zu koordinieren. Hier werden kurz die wichtigsten Tools erklärt:

Forum: Das Diskussionsforum der Piratenpartei Deutschland für Mitglieder und alle Interessenten basiert auf der freien Software Discourse. Viele Kategorien sind öffentlich. Jeder darf sich registrieren und Beiträge erstellen. Das Forum ist in verschiedene Oberkategorien und Unterkategorien aufgeteilt und wird ständig verbessert und erweitert.

Mailinglisten: Es gibt verschiedene Mailinglisten, von Bundes- und Landesebene bis hin zu den lokalen Kreisverbänden und Stammtischen. Du kannst sie abonnieren und abbestellen, ganz nach Deinen Vorlieben. Dort wird diskutiert und organisiert. Wenn Du auf eine E-Mail antwortest, erhält jeder Abonnent Deine Nachricht. Anmelden kann man sich hier.

Mumble: Mumble (=“murmeln“) ist eine Sprachkonferenzsoftware. Man trifft sich dort online, um zu diskutieren und zu organisieren. Euer Endgerät sollte mit Lautsprechern und einem Mikrophon ausgerüstet sein, um bei Mumble mit dabei zu sein. Bei einem PC oder Tablet/Smartphone sind neben dem Mikrophon Kopfhörer sinnvoll, am besten in Form eines Headsets. Der Landesverband NRW betreibt einen eigenen Mumble-Server. Im Mumble selbst gibt es unterschiedliche Räume, in denen man dann in einer Gruppe zusammen arbeiten und diskutieren kann. Es gibt z.B. einen Unterraum Sachsen-Anhalt und auch darunter noch weitere Räume. Du kommunizierst immer mit den Leuten, die sich zusammen mit Dir in einem dieser Räume aufhalten. Info zur Einwahl und Konfiguration findest Du hier: www.piraten-lsa.de/organisation/mitmachen/mumble/. Der „Dicke Engel“ ist eine Besonderheit im Mumble der Piraten – ein Treffpunkt für alle, zu jeder Zeit und in dem ab und an auch Veranstaltungen stattfinden: wiki.piratenpartei.de/Dicker_Engel

Wiki: Das Piraten-Wiki funktioniert ähnlich wie Wikipedia und nimmt für sich in Anspruch, jegliche Information über die Piratenpartei und die Aktivitäten ihrer Gliederungen, Arbeitsgemeinschaften und Mitglieder zu dokumentieren und auf dem neuesten Stand zu halten. Du kannst Dir einen Account anlegen und dann direkt mitmischen. Die Handhabung kann für Anfänger etwas schwierig sein, aber Du bekommst sicherlich Hilfe von Piraten aus Deiner Nähe. Zusätzlich gibt es auch Onlinehilfen und Du kannst andere Seiten als Vorlage nutzen.

Twitter: Die Piraten sind sehr aktiv auf dem Mikrobloggingdienst Twitter unterwegs. Hier kann man in 280 TwitterZeichen kurze Botschaften, Fragen oder Anregungen verbreiten und diese, wenn man möchte, mit Weblinks, Bildern, Memes, Grafiken oder kurzen Videosequenzen versehen. Wenn Du einen Account hast, dann kannst Du durch sogenanntes Folgen immer direkt in Deiner Timeline sehen, was die Personen oder Institutionen, denen Du folgst, so schreiben bzw. „twittern“. Gleichzeitig können Personen bzw. Institutionen auch Dir folgen und dann immer direkt sehen, was Du zu sagen hast. Hier findest Du Twitter: www.twitter.com und hier die Piratenpartei Deutschland: www.twitter.com/Piratenpartei. Wenn Du anfangs einfach ein paar Leuten bzw. Institutionen folgst, die Du kennst, z.B. Deinen neuen Freunden bei den Piraten, dann siehst Du recht schnell, wo die interessanten Informationen herkommen, welchen Accounts die Leute folgen denen Du folgst und ob diese auch für Dich interessant sind. Twitter ist ein sehr vernetzendes, interaktives Tool, wo Du immer den Finger am Puls des Internets hast und was Dich an den weltweiten Nachrichten und am Parteileben Anteil haben lässt.

Social Media: Auch wenn die Piraten das Datenschutzverhalten von Facebook kritisieren, so erreicht man über dieses soziale Netzwerk viele Nutzer. Die Piraten findest Du auch dort: www.facebook.com/Piratenpartei. Es gibtYouTubeInstagramFacebook auch einen Auftritt bei Instagram (www.instagram.com/piratenpartei) sowie einen YouTube-Channel: www.youtube.com/user/Piratenpartei.

Antragsfabrik: Die Antragsfabrik ist ein Werkzeug im Wiki. Über ein Formular kann man sehr einfach einen Antrag an einen Parteitag als Wiki-Seite erstellen. Einen Antrag in die Antragsfabrik kann jedes Piratenmitglied eingeben. Ist man kein Pirat und deshalb nicht antragsberechtigt, kann man dazu aufrufen, dass ein Pirat den Antrag für den Parteitag übernimmt. In der Antragsfabrik kann jeder zu jedem Antrag auch bekannt geben, ob er voraussichtlich für oder gegen den Antrag stimmen wird. Auch Diskussionen sind möglich. Stellt man einen Antrag in die Antragsfabrik, dann ist er damit noch nicht eingereicht. Wie man ihn einreicht, steht auf der Antragsfabrik-Seite oder man schickt ihn per E-Mail an den jeweiligen Vorstand und/oder die jeweilige Mailingliste. Die Antragsfabrik dient dazu, einen Antrag zu diskutieren, zu kritisieren, zu verbessern, zu verändern, zu erweitern oder einfach nur dazu, ihn gemeinsam mit anderen Interessierten zu erarbeiten. Ein so diskutierter Antrag erlangt einen gewissen Bekanntheitsgrad und ist auf Schwachstellen und Alternativen geprüft.

Für besonders engagierte Mitglieder bzw. Funktionsträger stehen u.a. auch noch das CryptPad, Redmine und Mattermost zur Verfügung. Für den Austausch von Direktnachrichten wurden früher gern Jabber und IRC genutzt, zur Zeit stehen aber eher Messengerdienste wie Wire, Threema und Signal bei den Piraten hoch im Kurs (Warum Discord lieber nicht genutzt werden sollte: spyware.neocities.org/articles/discord.html [in Englisch]). Um unter den Parteimitgliedern Meinungsbilder zu einem bestimmten Thema abzufragen, wurde bislang mit dem Online-Tool LiquidFeedback experimentiert. Zukünftig sollen die Mitglieder auch zwischen Bundesparteitagen verbindliche Beschlüsse mit dem sogenannten BEO (Basisentscheid Online) fassen können.

Offline: Demonstrationen, Stammtische, Bildungsveranstaltungen und Mitgliederversammlungen

Wir Piraten machen nicht nur Politik im Netz, sondern gehen für unsere Anliegen auch auf die Straße. Eine Möglichkeit ist die Teilnahme oder sogar das (Mit-) Organisieren von Demonstrationen zur Themen, die die Piraten zur Zeit besonders bewegen wie z.B. das Eintreten für ein freies Internet und gegen Uploadfilter (#SaveYourInternet) oder der längst fällige Klimaneustart (#FridaysForFuture). Auch beim jährlich stattfindenden Global Marihuana March oder bei Christohper-Street-Day-Umzügen sind Piraten gern gesehene Teilnehmer und Mitorganisatoren. Manchmal können auch spezielle Aktionen wie z.B. Infotische an belebten Plätzen oder im Zuge einer Demonstrationsveranstaltung das Mittel der Wahl sein, um auf bestimmte Themen aufmerksam zu machen.

Die wohl beliebteste Art der Piraten, sich regelmäßig in gemütlicher Runde persönlich zu treffen und auszutauschen, sind die Stammtische. Viele finden in einem festen Turnus für ein bestimmtes regionales Einzugsgebiet, meist immer am selben Ort, statt. Es gibt aber auch einmalige Infoveranstaltungen, die bei genügend Interesse und Engagement vor Ort später in einem Stammtisch münden können.

Um handfeste praktische Tipps, vertiefende Einblicke und Hintergrundinformationen geht es bei von den Piraten durchgeführten Kryptopartys, (Weiter-) Bildungsveranstaltungen, Autorenvorträgen und Buchlesungen.

Konkrete politische Arbeit wird auf den Mitgliederversammlungen wie z.B. Parteitage der Kreis-, Regional- oder Landesverbände geleistet, wo Gäste in der Regel als Beobachter zugelassen werden und sich so ein Bild über unsere innerparteiliche demokratische Entscheidungsfindung machen können. Als Mitglied der entsprechenden regionalen Gliederung (und ohne Außenstände beim Mitgliedsbeitrag) hat man natürlich volles Stimmrecht bei allen Abstimmungen. Außerdem kann man hier für ein Vortsandsamt oder das Schiedsgericht kandidieren. Wer gern unsere Politik in einer Volksvertretung, ob nun auf kommunaler Ebene z.B. im Gemeinderat oder vielleicht sogar im Bundestag in Berlin bzw. im Europaparlament in Brüssel vertreten möchte, ist dazu eingeladen, sich für die Piratenpartei als Direktkandidat und/oder als Kandidat auf einem Listenplatz zur Wahl zu stellen.

Im Vorfeld von Wahlen gibt es immer besonders viel zu tun. Ein Wahlprogramm und Wahlwerbematerialien müssen erarbeitet werden, Kandidaten müssen aufgestellt werden, eventuell auch Unterschriften für die Zulassung zu einer Wahl eingeholt werden. Zum einen findet der Wahlkampf natürlich online statt, aber es müssen auch Plakate auf- und später wieder abgehängt werden, Flyer verteilt und Infostände betreut werden – alles Aktionen, bei denen wir uns über agile Unterstützer vor Ort freuen.